Aufzug ins IoT
Titelbild: © Atstock Productions/Shutterstock.com Posted on von Big Data | Internet der Dinge

Aufzug ins IoT

Der Fahrstuhl- und Rolltreppenhersteller Schindler vernetzt seine Produkte mit dem Internet der Dinge. Machine Intelligence aus der Cloud, Big-Data-Analysen und Apps für Anwender sollen die Maschinen smart machen.

Mit „Schindler Ahead“ hat das Unternehmen auf der Hannover Messe eine Plattform vorgestellt, die Aufzüge und Rolltreppen in intelligente Maschinen verwandeln soll. Für die Entwicklung ist Schindler eine Partnerschaft mit dem Mobiltechnikspezialisten Huawei und GE Digital eingegangen. GE Digital betreibt eine der führenden Plattformen für das industrielle Internet der Dinge (IoT).

Von Huawei stammt eine „smarte“ Box, die Sensordaten der Fahrstühle und Rolltreppen sammelt, vorfiltert und in die Cloud sendet. Außerdem dienst sie als Gateway für zurückgespielte Inhalte. GE Digital steuert ein Cloud-System bei, dessen Aufgabe es unter anderem ist, dank Big-Data-Analysen von historischen Daten Unregelmäßigkeiten zu erkennen und rechtzeitig den Wartungsdienst zu informieren – im Idealfall schon bevor ein Fahrstuhl ausfällt. Over-the-air-Updates sollen „Schindler Ahead“ immer aktuell halten und mit neuen Funktionen versorgen. Als US-amerikanisches Unternehmen unterliegt GE Digital jedoch nicht den deutschen Datenschutzgesetzen, was die Akzeptanz von Cloud-basierten Big-Data-Auswertungen nicht nur bei mittelständischen Unternehmen erschweren kann.

Ausfallzeiten verringern durch vorausschauende Wartung

Aufzugbetreiber und Fahrgäste sollen von den neuen smartenMaschinen gleichermaßen profitieren. So erhalten Gebäudemanager und Hausmeister die Möglichkeit, in Echtzeit den Status aller Aufzüge und Rolltreppen einsehen zu können. Durch vorausschauende Instandhaltung (predictive maintenance) der smarten Maschinen sollen Ausfallzeiten minimiert werden. Zusätzlich können sich Fahrgäste per App, SMS oder Mail über die Ausfalldauer informieren lassen.

Aufzugtüren und Rolltreppen als Werbeflächen

Darüber hinaus will „Schindler Ahead“ Fahrgästen ein neues, besseres Fahrstuhl-Erlebnis verschaffen. Hierzu sollen interaktive und personalisierte News- und Entertainment-Angebote beitragen. Verfügbar ist bereits „Ahead Blackboard“, das als eine Art schwarzes Brett für die Nachbarschaft dient. Langes Warten auf Lifte soll künftig kurzweiliger werden. Hierfür rüstet Schindler seine Aufzüge mit Beamern aus, die Werbung auf die Türen projizieren. Und auch Rolltreppen finden für Werbezwecke Verwendung: Beim sogenannten Ad-Spot wird die Seitenverkleidung zur Werbefläche, die ein Web-basiertes Content Management System (Web Content Management System, WCMS) mit Inhalten bespielt.

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