Blockchain – Hype oder Chance?
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Blockchain – Hype oder Chance?

Mehr Transparenz, höhere Sicherheit, größeres Vertrauen: Blockchain ist mehr als die Technologie hinter Kryptowährungen – sie wird für Unternehmen in der Logistik, im Immobiliengeschäft oder bei Versicherungen zur Basis attraktiver Services.

Ob Bitcoin, Ethereum oder Litecoin: Den Begriff Blockchain verknüpfen viele Menschen vor allem mit dem aktuellen Hype um Kryptowährungen. Doch Analystenhäuser sind sich einig: Die Blockchain wird das Trendthema für 2018 – als strategisches Thema für Unternehmen. Bei Gartner etwa zählt die Blockchain zu den zehn wichtigsten Technologie-Trends für 2018. Und laut Marktforschungsunternehmen IDC werden bis 2021 mindestens 25 Prozent der 2.000 größten Unternehmen weltweit für verschiedene Anwendungen Blockchain-Dienste nutzen. Hauptgrund: Die Technologie könne ein „neues digitales Vertrauen“ begründen. In Zeiten unüberschaubarer Datenmengen und permanenten Datenaustauschs ist ein solches Vertrauen ein großes Plus. IDC geht davon aus, dass in den nächsten 36 Monaten Blockchain-Verzeichnisse und -Verbindungen stetig größer werden. „Die Blockchain-Technologie stellt uns eine Art ‚Trust Engine‘ zur Verfügung“, sagt René Bader, Manager Critical Business Applications & Big Data beim IT-Sicherheitsdienstleister NTT Security. „In vielen Anwendungsszenarien ist es ja gerade das, was man braucht.“

Verschlüsselung auf Abruf

Warum? Weil gerade digitale Geschäftsmodelle auf eben diesem Vertrauen zwischen Unternehmen und ihren Geschäftspartnern oder Kunden basieren. Personenbezogene Daten werden in Clouds gehostet – der Kunde muss sich also darauf verlassen können, dass die Daten in sicheren Händen liegen. Unternehmen müssen dafür keine eigene Blockchain entwickeln, um als vertrauensvoller Partner eingestuft zu werden. Viele Anbieter haben mittlerweile Blockchain-as-a-Service auf den Markt gebracht, etwa Blockchain on Azure, IBM Blockchain Platform oder SAP Leonardo Blockchain as a Service – Verschlüsselung auf Abruf sozusagen, die nach Bedarf skaliert werden kann.

Anwendungsfälle für Blockchain

Sinnvoll beispielweise für Versicherungen oder Logistiker: Jeder Standortwechsel, Zustand und Herkunft einer Ware wird automatisch in der Blockchain gespeichert – das sorgt für eine maximale Transparenz gegenüber den Verbrauchern. Sie wissen genau, woher die Ware kommt, welchen Weg sie gegangen ist und wer alles bei der Erstellung der Ware beteiligt war.

Blockchain beim Immobilienkauf

Überall dort, wo verschiedene Nutzer Daten unveränderlich abspeichern und zwischen zwei Parteien hin und her schicken, wie etwa bei Verträgen, ist der Einsatz von Blockchain sinnvoll. Also etwa für den Abschluss eines Vertrags beim Immobilienkauf, in dessen Abwicklung bisher neben Käufer und Verkäufer auch Notar oder Makler involviert sind. Mit der Blockchain fallen die letzten beiden Parteien weg, Käufer und Verkäufer können den Vertrag sicher abschließen – per Blockchain-Technologie – ohne zusätzliche Gebühren an Notar und Makler zahlen zu müssen.

Warum? Vor allem, weil die Blockchain ein extrem sicheres System ist, das sich nicht hacken oder manipulieren lässt. Im Grunde genommen handelt es sich um eine extrem sichere Datenbank. Nützlich etwa für das Gesundheitswesen. Digitale Krankenakten mit hochsensiblen personenbezogenen Daten von Patienten können Ärzte so unter sicheren Bedingungen digital austauschen, an Kliniken weiterleiten oder Pharmaunternehmen zu Forschungszwecken zur Verfügung stellen. Auch für Verbraucher, die in den eigenen vier Wänden auf Smart-Home-Technologie setzen, kann die Blockchain sinnvoll sein. Meldet ein Sensor etwa, dass eine Wasserleitung defekt ist, löst der Impuls über die Blockchain eine sichere Zahlung an den zuständigen Techniker aus. Sobald dieser die Wasserleitung repariert hat, erhält er die Zahlung.

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