Datenschutz und Compliance: Unternehmen machen mobil
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Datenschutz und Compliance: Unternehmen machen mobil

Das Smartphone ist für viele aus dem Berufsalltag nicht mehr wegzudenken. Weil die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) aber strengere Maßstäbe für Datenschutz und Compliance anlegt, investieren Unternehmen laut einer IDC-Umfrage jetzt verstärkt in mobile Projekte.

Im Mai 2018 tritt die EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Heißt: die meisten Unternehmen befinden sich derzeit im Endspurt, um rechtzeitig gewappnet zu sein. Die EU-DSGVO nimmt dabei auch den Schutz personenbezogener Daten auf mobilen Geräten ins Visier. Schließlich können im Schnitt 30 Prozent der Beschäftigten mit einem Smartphone oder Tablet auf Kundendaten zugreifen, hat die aktuelle IDC-Umfrage „Enterprise Mobility in Deutschland 2017“ ergeben. Doch die Studie förderte auch eine Sicherheitslücke zutage: Noch ist jedes dritte mobile Gerät, das auf sensible Firmen- oder Kundendaten zugreifen kann, nicht gemanagt.

Datenschutz: Mobile Geräte im Fokus

Kein Wunder, dass angesichts der EU-DSGVO nun 40 Prozent der von IDC befragten 257 IT- und Fachbereichsverantwortlichen von Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern angaben, dass sie gerade neue Mobility-Projekte anschieben. Demgegenüber bekannten 29 Prozent, dass sie diese momentan zurückstellen. „Die Mehrheit erkennt: Es bedarf mehr Investitionen, um die Compliance und Sicherheit mobiler Devices, Apps und Daten zu gewährleisten“, schreibt dazu die Computerwoche. Und folgert: „IT-Entscheider müssen den Schutz personenbezogener Firmendaten insbesondere auf privaten Devices dringend in den Griff bekommen, sonst wird die DSGVO-Compliance aus Sicht von IDC nicht zu halten sein.“

Drastisches Strafmaß bei Verstößen

Genau das können sich die Unternehmen aber nicht leisten: Welchen Wert die DSGVO Datenschutz und Compliance beimisst, wird anhand der Bußgelder deutlich, die bei Verstößen verhängt werden können: Strafzahlungen bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes sind möglich.

Um dem vorzubeugen, investieren viele Unternehmen jetzt in Enterprise-Mobility-Management-Lösungen oder in Unified-Endpoint-Management-Lösungen, mit denen sie sowohl mobile Geräte als auch traditionelle Desktop-Computer zentral verwalten können. Denn die Unternehmen schätzen mobile Technologien als strategisch wichtig ein. Laut IDC-Umfrage hat schon mehr als jede zweite Organisation eine Enterprise-Mobility-Strategie implementiert.

Worauf Unternehmen künftig achten müssen

Viele der Paragraphen der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung sind übrigens an deutsches Recht angelehnt. Was sich konkret für die Unternehmen ändert und worauf sie besonders achten müssen, hat der Branchenverband BITKOM in einer FAQ zusammengestellt.

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