Design-for-Failure: Server-Ausfall bei Amazon
Bild: Shutterstock/Sergey Nivens Posted on von Analysten | Cloud Computing | Management

Schlagworte: ,

Design-for-Failure: Server-Ausfall bei Amazon

Die jüngsten Ausfälle im AWS-Virginia-Rechenzentrum zeigen, dass das Internet stärker denn je von Cloud Computing gesteuert wird. Allerdings sind es nicht nur die Cloud-Anbieter selbst, die die Risiken eines Ausfalls tragen, sondern vor allem auch die Anwender.

Logo: Crisp ResearchAn dieser Stelle empfehlen und kommentieren Analysten von Crisp Research regelmäßig Web-Beiträge exklusiv für die Leser von Digitales-Wirtschaftswunder.de. Thema heute: Die Ausfallrate großer Cloud-Infrastrukturen.

Quelle: Zeit

Amazon: Abhängig von der Cloud

Der Ausfall der Amazon-Server hat gezeigt: Von Cloud-Anbietern hängt inzwischen das Internet ab. Mit der richtigen Strategie können sich Firmen darauf einstellen.

Von Amazons Vizechef Werner Vogels stammt das Zitat: Alles geht schief, immer wieder. „Amazon entwirft seine Systeme unter der Annahme, dass sie ab und zu versagen“, schreibt Amazon. Der Ausfall von AWS ist nicht der erste, und er wird auch nicht der letzte sein. Nicht nur menschliches Versagen, sondern auch äußere Einflüsse wie Naturgewalten haben in der Vergangenheit bereits zu Serverausfällen geführt.

Gegen den Fall eines Ausfalls können sich Anbieter wie Amazon versichern. Der kalifornische Versicherer MSP Alliance zum Beispiel bietet seit 2013 eine Versicherung an, mit Hilfe derer Anbieter ihre Kunden entschädigen können. Doch meist regeln die Cloud-Anbieter das anders, sagt Kotha. „AWS wird seinen Kunden einfach eine Gutschrift für ihren Service geben.“ So müsse keine der beiden Seiten in eine Versicherung investieren.

Analyst Jan Mentel sagt:

Carl Friedrich Benz sagte einst: „Wo immer etwas Großes geleistet worden ist auf dem Amboss der Technik, da waren Hammerschläge nötig.“ Auch wenn Cloud Computing derzeit die zentrale Infrastruktur des Internets ist, zeigen die aktuellen Ausfälle bei AWS, dass sich weder Cloud-Anbieter, noch Anwender auf Cloud Computing 120-prozentig verlassen und ausruhen können. Es besteht dementsprechend noch eine Menge Arbeit – und das ist auch gut so! Die Frage ist, ob es an fehlenden Backup-Strategien seitens AWS gelegen hat oder einfach das Vier-Augen-Prinzip missachtet wurde. Fest steht aber, dass jeder seinen Teil dazu beitragen sollte, damit Cloud Computing in den kommenden Jahren zu einer soliden und zuverlässigen Technologie reift, die Hackerangriffe abwehren und auch größere Ausfälle in Bruchteilen von Sekunden wegstecken kann, ohne dass das halbe Internet lahmgelegt wird – Design-for-Failure, so klingen also die nächsten Hammerschläge.

 

zurück zur Startseite

Kommentar

Wenn Sie die E-Mail-Adresse eingeben, die Sie bei Twitter oder Gravatar verwenden, erscheint Ihr Bild neben dem Kommentar.

mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder. Sie erhalten zur Freischaltung ihres Kommentars eine E-Mail. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.