Digitale Trends für KMU in 2018
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Digitale Trends für KMU in 2018

Ob im Service, im Marketing oder in der Produktion: Kleine und mittelständische Unternehmen setzen immer mehr auf digitale Prozesse – vom mobilen Arbeiten über künstliche Intelligenz bis zu individuell konfigurierten ERP-Systemen: An diesen Trends kommen Mittelständler 2018 nicht vorbei.

Der Mittelstand boomt. Laut einer aktuellen Analyse der KfW arbeiten 30,9 Millionen Menschen in kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland – Tendenz steigend. Das Ergebnis einer Befragung von Ernst & Young zeigt: Jedes dritte Unternehmen möchte 2018 neue Stellen schaffen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Die Digitalisierung wird in vielen Bereichen das Top-Thema in den deutschen Unternehmen im Jahr 2018. Das zeigt auch die aktuelle PWC-Umfrage „Generationenkonflikt Digitalisierung“. Demnach finden 83 Prozent der Befragten, dass die digitale Transformation der zentrale Trend ist, der Unternehmen in diesem Jahr am meisten beschäftigen wird. 38 Prozent haben sich vorgenommen, vermehrt digitale Technologien einzusetzen, etwa Augmented Reality, Social Media oder Cloud Computing.

Grund genug für Automobilzulieferer, Gastwirte oder Handwerksbetriebe, über neue Geschäftsprozesse und Kundenbindungsmaßnahmen nachzudenken. Der IT-Anbieter Konica Minolta hat die Trends zusammengestellt, die deutsche KMU in diesem Jahr im Bereich Enterprise-Resource-Planning (ERP) und Customer-Relationship-Management (CRM) bewegen:

Dokumentenaustausch in der Cloud

Waren KMU in den letzten beiden Jahren noch skeptisch gegenüber Hybrid Cloud und Software as a Service (SaaS) eingestellt, ändert sich das in diesem Jahr: Für neue ERP-Systeme oder interne Dienste möchte der Mittelstand in diesem Jahr verstärkt die Cloud nutzen. Denn viele Unternehmen nutzen noch analoge Prozesse, wie etwa den Austausch von physischen Dokumenten in Abteilungen oder an Partner und Kunden über USB-Sticks oder Netzlaufwerke. Hier, so Konica Minolta, würden sich Lösungen durchsetzen, die den Dokumentenaustausch digitalisieren, etwa die produktübergreifende Workflow-Plattform „Microsoft Flow“, eine Office-365-Lösung von Microsoft.

Mit künstlicher Intelligenz gezielter planen

Neben der Cloud gewinnt auch künstliche Intelligenz immer mehr an Bedeutung – etwa in Form von vorausschauender Wartung. Geräte geben frühzeitig Alarm, sobald ein Ausfall droht, sodass der Schichtleiter eine Wartung frühzeitig planen und Mitarbeiter gezielt einsetzen kann. Oder, um Lagerreichweiten besser zu planen, etwa, wie lange ein Bestand einer bestimmten Ware noch ausreicht, um die Aufträge erfüllen zu können.

Individualisierte Systeme mit Apps

Der Nachteil einer stark individualisierten ERP-Lösung: Neue Versionen lassen sich nur sehr kompliziert aufspielen. Deswegen setzen Unternehmen immer mehr auf verschiedene Apps, mit denen sie ihre ERP-Systeme individuell konfigurieren können.

Mobiles Arbeiten und Social Media

Mobile Endgeräte sind weiter auf dem Vormarsch – und werden PC und Festnetzanschluss weiter zurückdrängen. Vor allem für ERP-Systeme werden sie immer wichtiger und müssen sich künftig an Tastatur und Monitor anschließen lassen. Auf soziale Netzwerke setzen KMU dagegen weiter zögerlich. Schließlich geht es nicht nur darum, Fans bei Facebook mit Content zu versorgen. Sondern auch darum, über Kollaborationsplattformen bei jedem Projekt und Kunden stets auf den aktuellsten Informationsstand zugreifen zu können.

Die neue Datenschutzgrundverordnung beachten

Beherrschendes Digitalthema 2018: die neue europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die ab dem 25. Mai 2018 die gesetzliche Grundlage für die Nutzung und Verarbeitung personenbezogener Daten ändert. Heißt: Unternehmen müssen mehr Transparenz schaffen. Nur wenige sind sich der Auswirkungen wirklich bewusst. Bei Datenschutzverstößen drohen Unternehmen Millionenbußgelder.

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