Digitalisierung „made in Germany“
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Digitalisierung „made in Germany“

Die Software AG freut sich über ein starkes Schlussquartal und hat die unternehmenseigenen Finanzziele erreicht. Dank des steigenden Vernetzungsgrades zwischen Mensch und Maschine verspricht sich das Unternehmen aus Darmstadt auch zukünftig steigende Umsätze – ein lukratives Geschäft.

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Quelle: Handelsblatt

Das 100 Millionen Euro Projekt

Dank eines starken Schlussquartals hat die Software AG im Jahr 2017 ihren Umsatz gesteigert und ihre Finanzziele erreicht. Die Erlöse stiegen um ein Prozent auf 879 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag berichtete. Das Nettoergebnisging um zwei Prozent auf 177,3 Millionen Euro zurück. Der TecDax-Konzern aus Darmstadt traut sich im laufenden Geschäftsjahreine Gewinnsteigerung zwischen fünf und 15 Prozent zu, nicht zuletzt wegen der Steuerreform in den USA. Große Hoffnung setzt er zudem in das neue Geschäftsfeld mit dem Internet der Dinge.

Trotzdem sank der Aktienkurs am Donnerstag zwischenzeitlich um mehr als sieben Prozent: Einige Anleger hatten mehr Optimismus fürs Jahr 2018 erwartet, andere monierten die Prognose für die Gewinnmarge, deren Bandbreite nur so gerade die durchschnittliche Erwartung der Analysten erreicht. Über zwölf Monate gesehen ist das Papier allerdings weiterhin mehr als 35 Prozent im Plus.

Die Software AG positioniert sich als Helfer für die Digitalisierung. Die Sparte Digital Business Platform (DBP), in der beispielsweise Lösungen für die Datenanalyse und die Integration von IT-Systemen zusammengefasst sind, verzeichnete mit einem Umsatz von 144,7 Millionen Euro das erfolgreichste Quartal der Firmengeschichte. Im gesamten Geschäftsjahr stieg er um drei Prozent auf 455 Millionen Euro.

Das sagt Analyst ­­­­­­­Stefan Ried:

Die Vernetzung von Fabriken und Fahrzeugflotten gilt als Zukunftsgeschäft. Wir sehen weitere Herausforderungen, beispielsweise die Rekrutierung von Fachleuten: Es wird entscheidend für die Software AG, als Firma so attraktiv zu sein, dass sie Leute gewinnen kann. Der Kampf um kluge Köpfe ist brutal – Konkurrenten mit klanghaften Namen investieren massiv, auch in Deutschland. Wichtig ist zudem, schnell groß zu werden: Nur so kann die Plattform „Made in Germany“ Preise anbieten, mit denen der Riesen mithalten kann. Das bedarf jetzt aber auch hoher Investitionen als Hersteller, nicht nur einen kreativen Ansatz für ein neues IoT-Ecosystem, wie es die Software AG mit der ADAMOS Allianz ins Leben gerufen hat. Die Erwartungen an einen neuen CEO sind also sehr hoch und es ist eine gute Mischung aus Produkt-, Markt-Verständnis und Finanz-Knowhow notwendig um Kunden und Investoren glücklich zu machen.

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