Fixed und Mobile Computing wachsen immer mehr zusammen
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Fixed und Mobile Computing wachsen immer mehr zusammen

Verschmelzen Arbeitsplatz- und mobile Rechner immer mehr? Administrieren Mitarbeiter ihre Systeme bald vorwiegend selbst? Und welche Digital-Workplace-Anbieter haben derzeit in Deutschland die Nase vorn? Eine aktuelle Studie der Analysten von ISG Information Services Group gibt Antworten.

Wohin die Reise geht, ist eindeutig: Bereits 40 Prozent der Unternehmen beschäftigen Mitarbeiter, die Vollzeit von zu Hause aus arbeiten – so eine weltweit durchgeführte Studie von Dimension Data. In den nächsten zwei Jahren soll der Anteil auf 56 Prozent steigen. Für Deutschland fallen die Zahlen etwas niedriger aus. Der IT-Branchenverband Bitkom hat herausgefunden, dass derzeit 30 Prozent der hiesigen Unternehmen ihre Mitarbeiter ganz oder teilweise zu Hause arbeiten lassen. Dementsprechend ist auch der Markt für Services und Lösungen rund um den „Digital Workplace“ kräftig in Bewegung. Die aktuellen Trends im deutschen Markt und welche Anbieter sich hierzulande wie positionieren hat jüngst die Studie „ISG Provider Lens Germany 2017 – Digital Workplace Services & Solutions“ untersucht.

Produktiver und zufriedener

Es sind vor allem zwei Motive, die Unternehmen derzeit nach neuen Arbeitsmodellen suchen lassen: Sie wollen einerseits ihre Produktivität und andererseits die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen. Denn gerade jüngere Arbeitskräfte erwarten von ihrem Arbeitgeber auch in Sachen Arbeitszeiten und Arbeitsplatz flexible Modelle. Laut ISG prägen vor allem drei Trends den heutigen Markt rund um den Digital Workplace: Erstens rückten Arbeitsplatzrechner (fixed) und mobile Geräte (mobile) immer enger zusammen. Dementsprechend sind Lösungen gefragt, die alle Rechner und Zugangspunkte über eine zentrale Plattform verwalten (Unified Endpoint Software & Services). Zweitens sinke die Bedeutung von Helpdesks und Administratoren für die Endanwender, da die Bedienung der Endgeräte immer intuitiver wird, sodass Self Services die technische Unterstützung von außen immer mehr ergänzen und zum Teil schon ganz ersetzen. Drittens gingen die Services und Lösungen rund um den flexiblen Arbeitsplatz immer mehr in allgemeinen Business-Lösungen auf. Diese beinhalten laut ISG typischerweise Unified Endpoint Management, Telefonie, UCC, Social Media, Smart Printing, Desktop as a Service und die Umsetzung von ersten Industrie-4.0- oder Internet-of-Things-Initiativen.

Rollenbasierter Ansatz empfohlen

Bei der Optimierung von Endgeräten und Anwendungen empfiehlt ISG einen rollenbasierten Ansatz. Die grundlegende Frage laute: Welche Hard- und Software, welche Cloud Services und Delivery-Modelle werden für eine bestimmte Arbeitsrolle benötigt und wie können diese effizient zur Verfügung gestellt werden? Daraus ergebe sich die Notwendigkeit, die Belange von Arbeitnehmern zu segmentieren. Für den Controller etwa bliebe der klassische PC wohl das wichtigste Arbeitsgerät, für manche Vertriebsmitarbeiter sei hingegen ein ausschließlich mobiler Arbeitsplatz die beste Alternative. Die ISG-Studie geht noch einen Schritt weiter und prognostiziert, dass auch Innovationen wie Datenbrillen und Smartwatches, vielleicht in Verbindung mit Connected Car, zur weiteren Entwicklung des digitalen Arbeitsplatzes beitragen werden – selbst, wenn es bislang noch wenig konkret angewandte Szenarien gebe.

Reine Technologie-Anbieter nicht mehr gefragt

Da Digital-Workspace-Lösungen immer mehr in allgemeinen Business-Lösungen aufgehen, ändern sich auch die Anforderungen an die Anbieter am Markt. „Kunden erwarten […] zunehmend, dass Anbieter nicht nur die technische Seite, sondern auch dazugehörige Business-Prozesse und Unternehmensziele verstehen,“ erklärt Dr. Henning Dransfeld, Lead Advisor Digital Workspace & Enterprise Mobility bei ISG. Viele klassische ICT-Dienstleister müssten sich deshalb neu orientieren, denn ihnen fehle oft noch der Zugang zur richtigen Managementebene.

Dies ist auch der Grund, warum einige Anbieter im Jahresvergleich zur Digital-Workspace-Studie 2016 von ISG zurückgefallen sind. Diese böten zwar sehr kompetente Technologieberatung an, seien allerdings auch bei Mittelständlern noch nicht dafür aufgestellt, den Zugang zu Top-Entscheidern in den Fachabteilungen wirkungsvoll zu nutzen.

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