Generation Z drängt auf den Arbeitsmarkt
Bild: @istock.com/Zinkevych Posted on von Analysten | Management

Generation Z drängt auf den Arbeitsmarkt

Die jungen IT-ler und Mitarbeiter von Morgen träumen von hippen Arbeitgebern wie Amazon, Microsoft und Google. Dass auch Unternehmen außerhalb des Silicon Valley spannende Jobs zu vergeben haben, ist den meisten nicht bekannt. HR-Verantwortliche erzählen von ihren Erfahrungen mit der Generation Z.

Logo: Crisp ResearchAn dieser Stelle empfehlen und kommentieren Analysten von Crisp Research regelmäßig Web-Beiträge exklusiv für die Leser von Digitales-Wirtschaftswunder.de. Thema heute: Arbeitgeber setzen auf Employer Branding.

Quelle: CIO

Die Generation Z will zu Google und Co.

„Jetzt komm ich“ – mit dieser Einstellung drängt die Generation Z auf den Arbeitsmarkt. Gemeint ist die Generation der Digital Natives 2.0, die quasi mit dem iPad in der Wiege aufgewachsen ist und nach 1995 geboren ist. Und diese jungen Arbeitskräfte, ob Auszubildende, Abiturienten oder Bachelors, sind selbstbewusst und erwarten, dass sich der Arbeitgeber an ihre Bedürfnisse anpasst. Das stellt Unternehmen vor ganz neue Herausforderungen.

Welche Herausforderungen das sind, darüber diskutierten Unternehmensvertreter von Rehau, der Hoffmann-Group, IT4IPM, NCR und der Bundeswehrbeim HR-Roundtable der Computerwoche Ende November in München. Erste Erfahrungen mit der jungen Generation haben sie bereits gemacht, das einhellige Urteil der Runde: „Da prallen Welten aufeinander.“

Abiturienten sind mit dem iPad aufgewachsen

Da seien zum einen die jungen Abiturienten, die mit dem iPad aufgewachsen sind. Diese treffen dann auf Abteilungen, in denen Urlaubsanträge noch ausgedruckt, unterschrieben und per Hauspost weitergereicht würden. Das sei eine große Herausforderung für die Unternehmen, denn man wolle die jungen Leute, die jetzt drei Jahre intensiv ausgebildet werden, nicht gleich wieder verlieren.

Auch die Führungskräfte stehen vor neuen Herausforderungen, was das Leadership anbelangt. Caren-Bele Mester, Global Recruiting Manager bei der Hoffmann-Group, einem Handelsunternehmen im Werkzeugbereich mit 300 Mitarbeitern weltweit, davon zirka 1500 in Deutschland, erklärt: „Die Auszubildenden heute haben ganz andere Ansprüche an ihre Vorgesetzten als die Generationen vor ihnen.“

Früher hätten sich die Azubis eher zurückgehalten und sich ins klassische System eingefügt nach dem Motto: Das ist der Chef, und ich mache, was der Chef sagt. „Wir haben jetzt – zum Glück – Auszubildende, die fordernd sind, die sagen: Ich bin jetzt schon seit zwei Tagen hier, ich will jetzt meine Projekte und Aufgaben haben. Ich möchte wissen, warum ich hier bin“, so die Personalexpertin weiter. Es gehe der jungen Generation um die Sinnhaftigkeit.

Das sagt Analyst Max Hille:

Das Verständnis von Arbeit hat sich nicht zuletzt dank der digitalen Technologien im Arbeitsalltag in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Unternehmen haben heutzutage gleich mindestens zweierlei Probleme: Den kulturellen Wandel der Arbeitsorganisation für alle Mitarbeiter transparent und förderlich zu gestalten und gleichzeitig auf die Bedürfnisse und Anforderungen der nächsten Mitarbeitergeneration einzugehen, die den Erfolg des Unternehmens langfristig stark beeinflussen wird. Viele Konzerne sind gerade für junge Schul- oder Studienabsolventen noch immer ein Hallo-Wach-Kick, der sie in eine scheinbar Jahrzehnte-vergangene Zeit zurückwirft. Grade in Unternehmen, die neue Talente so dringen brauchen, wie beispielsweise die mittelständischen Industrieunternehmen auf Ingenieur-Suche, sind der Employer Brand und damit die Technologie-Ausstattung und der Freiraum zur Entfaltung des Einzelnen (Stichworte sind Work-Life-Balance und Lifelong Learning) die wichtigsten Argumente. Wohl denen, die nicht nur bluffen müssen.

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