Mehr Kosten-Transparenz in der Cloud
„Quelle: © iStock.com/ greenaperture.“ Posted on von Cloud Computing

Schlagworte: , ,

Mehr Kosten-Transparenz in der Cloud

Ob Speicherplatz oder Rechenleistung: Cloud-Lösungen bieten Unternehmen viele Vorteile und machen teure Hardware überflüssig. Wenn die Kosten im Blick bleiben. Wie Unternehmen ihr Budget für SaaS-Anwendungen in der Cloud optimieren können.

Mit wenigen Mausklicks installiert, kaum Verwaltungsaufwand und nur für die Dienste bezahlen, die Unternehmen wirklich benötigen: Cloud-Lösungen haben viele Vorteile, vor allem finanzielle. Unternehmen können sich Kosten für neue Hardware sparen, um den laufenden Betrieb der Lösung und nötige Updates kümmert sich der Provider. Die Infrastruktur in die Cloud zu verlagern, scheint also ein attraktiver und preisgünstiger Weg zu sein.

Glaubt offenbar auch die Mehrheit der Unternehmen hierzulande:

65 Prozent der Unternehmen in Deutschland nutzen Cloud Computing schon, wie der aktuelle Cloud Monitor des ITK-Branchenverbands Bitkom bei einer Befragung von mehr als 500 Unternehmen herausfand. „Cloud Computing hat sich durchgesetzt und innerhalb weniger Jahre zur Basis-Technologie der Digitalisierung entwickelt“, sagt Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research. „Cloud Computing macht die betrieblichen Prozesse effizienter und ermöglicht die Entwicklung neuer, digitaler Geschäftsmodelle.“

Software Asset Management ausweiten

Klar ist aber auch: Damit die Cloud nicht zur Kostenfalle wird, sollten Unternehmen auf einige Punkte achten: Etwa darauf, eine Übersicht über jede genutzte Software zu erstellen. Ein Software Asset Management (SAM) hilft hier, um einen ersten Überblick zu erhalten. Doch auch SAM-Lösungen identifizieren nicht immer jede Cloud-Anwendung oder zeigen verlässlich, wie Anwender diese Software genau nutzen. Detaillierte Informationen über das Nutzerverhalten sind aber wichtig, um etwa inaktive Anwendungen zu enttarnen, zu deaktivieren und damit Kosten zu optimieren. Unternehmen müssen also einen Weg finden, zusätzlich zu SAM-Portalen in Echtzeit darüber informiert zu sein, wer welche SaaS-Anwendung wie lange nutzt.

Kampf der Schatten-IT

Problem Nummer zwei: Wer Cloud-Lösungen nutzt, läuft Gefahr, Schatten-IT im Unternehmen zu fördern – und damit die Kosten in die Höhe zu treiben. Hintergrund:  In der Regel können sich Personengruppen in Unternehmen selbständig für Cloud-Lösungen anmelden. Und das ohne die IT davon unterrichten zu müssen, weil für diese Anwendungen keine sogenannten Service Level Agreements (SLA) gelten. Mit dieser Selbstbedienung am Cloud-Regal verlieren IT-Abteilungen nach und nach den Überblick – Schatten-IT und unvorhergesehene Kosten sind die Folge.

Doch IT-Governance endet nicht beim Kauf. IT-Abteilungen sollten sich auch darum kümmern, inaktive Anwendungen zu löschen. Nutzerkonten und virtuelle Maschinen bleiben in der Cloud zurück, sobald der Nutzer die Anwendung nicht mehr benötigt. Praktisch – aber eine Belastung fürs Budget wie für die Speicherkapazitäten. Deswegen sollte die IT-Abteilung auch Kauf und Deaktivierung eines Dienstes transparent steuern – ohne Ausnahme.

Kostenlos ist nicht gratis

Besonderes Augenmerk sollten Unternehmen auf kostenlose SaaS-Anwendungen legen, etwa Anbieter von Cloud- Speicherplatz. Anbieter werben damit, dass Storage für einzelne Nutzer kostenlos ist. Für eine Gruppe zahlt das Unternehmen aber meist mehrere Dollar pro Nutzer. Bei solchen vermeintlichen Gratis-Lösungen sollten Unternehmen also genau hinschauen und versteckte Kostenfallen von Anfang an aufdecken und mit in die Kalkulation einbeziehen.

zurück zur Startseite

Kommentar

Wenn Sie die E-Mail-Adresse eingeben, die Sie bei Twitter oder Gravatar verwenden, erscheint Ihr Bild neben dem Kommentar.

mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder. Sie erhalten zur Freischaltung ihres Kommentars eine E-Mail. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.