Mit SAP in die Zukunft: Workshopreihe startet im Oktober
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Mit SAP in die Zukunft: Workshopreihe startet im Oktober

Im Oktober 2017 laden SUSE, SAP, QSC und weitere Partner zum Auftaktevent einer Workshopreihe zu S/4HANA und IoT. QSC zeigt in verschiedenen Vorträgen, welche Herausforderungen der Umstieg auf S/4HANA mit sich bringt. Wie alte Maschinen ins IoT gelangen. Und wie Unternehmen der Multi Cloud begegnen.

Am 12. Oktober 2017 ist es soweit: In der SAP-Heimatstadt Walldorf treffen sich die SAP-Anwender zum Auftaktevent des SAP S/4HANA und IoT Workshops. Das Treffen im Oktober ist das erste einer Veranstaltungsreihe in sieben Teilen, die am 12. Dezember ihre letzte Station im Schweizerischen Lausanne macht. Mitten im Geschehen: Die QSC AG mit sechs Referenten, die Vorträge zu verschiedenen Themen im Multi-Cloud-Kontext halten. Im Interview verraten Meik Brand, Michael Dieter und Marc Sundermann, was die Zuhörer von ihnen erwarten können.

DWW: Herr Brand, Ihr Thema lautet: „Digitalisierung von Geschäftsprozessen mit SAP S/4 HANA“. Das klingt recht allgemein. Und das Publikum ist vom Fach. Was erzählen Sie den Zuhörern, was diese nicht schon längst wissen?

Meik Brand: In meinem Vortrag geht es um die ganzheitliche Betrachtung des Themas. Wir sprechen also nicht bloß über die Einführung von S/4 HANA in einem Unternehmen und wie man das am besten macht. Wir beschäftigen uns vielmehr mit der Frage, welche weiteren Aspekte berücksichtigt werden müssen, um derartigen Projekten zum Erfolg zu verhelfen. Denn beim Umstieg auf S/4 HANA geht es nicht nur darum, ein paar Prozesse zu optimieren oder hübsche Oberflächen einzuführen. Und es ist auch nicht bloß ein technisches Upgrade. Change Management, Organisations- und Personalentwicklung sind wichtige Themen, die ich in meinem Vortrag aufgreife.

DWW: Im Wesentlichen geht es aber doch um eine neue Software beziehungsweise den Umstieg auf eine modernere SAP-Umgebung. Inwiefern hat das Auswirkungen auf die Gesamtorganisation eines Unternehmens?

Meik Brand: Einer der Hauptvorteile der digitalen Transformation ist es, dass Unternehmen sich zunehmend auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, weil sie sich weniger mit administrativen Tätigkeiten aufhalten müssen. Nur bringt das eben auch grundlegende Veränderungen in der Organisation mit sich. Und dann stellt sich schnell die Frage: Wie gehe ich damit um? Was, wenn sich bestimmte Tätigkeitsfelder durch die Umstellung auf S/4 HANA grundlegend verändern? In meinem Vortrag beschäftigen wir uns damit, wie man derartige Veränderung möglichst effizient, professionell und sinnvoll umsetzt.

DWW: Hätten Sie ein Beispiel?

Meik Brand: Nehmen wir einmal an, eine IT-Abteilung ist heute für den Basisbetrieb des SAP-Systems zuständig. Und gehen wir einmal davon aus, das Ganze läuft monolithisch im eigenen Rechenzentrum. Wenn das SAP-System aber in der Zukunft zu einigen Teilen aus der Cloud kommt und wenn dann noch verschiedene Teile der Lösung bei unterschiedlichen Providern betrieben werden, dann hat das natürlich auch Auswirkungen auf die künftigen Tätigkeitsfelder der IT-Abteilung. Und das muss man managen. Aus eigener Erfahrung in solchen Projekten weiß ich, dass man für diese Aufgabe Experten braucht, die sich nicht nur mit SAP und IT auskennen, sondern auch mit Prozessen und Organisationsentwicklung. Die QSC arbeitet hier zum Beispiel mit dem Partner processline zusammen.

DWW: Herr Dieter, Sie sind IoT-Experte beim QSC-Tochterunternehmen Q-loud. Sie referieren bei der SAP-Workshopreihe über „Retrofit“. Was ist das?

Michael Dieter: Kurz gesagt geht es bei Retrofit oder auch der so genannten Smartification darum, wie man herkömmliche Maschinen IoT-fähig – und damit fit für die Zukunft – machen kann. Viele Unternehmen stehen aktuell vor dem Problem, dass sie Maschinen und Geräte betreiben, die zwar nicht besonders alt, aber trotzdem weit davon entfernt sind, mit dem Internet zu kommunizieren. Weil sie zu einer Zeit hergestellt wurden, als es das Internet der Dinge noch nicht gab. Diese Geräte und Maschinen einfach gegen welche mit einer Webschnittstelle auszutauschen, wäre unwirtschaftlich. Viele Unternehmen fügen sich deshalb in ihr Schicksal, nutzen ihre Geräte und Maschinen einfach weiter und verzichten auf die Vorzüge der Digitalisierung. So lange, bis sie sich bezahlt gemacht haben – so der Plan.

DWW: … womit sie den Anschluss im Wettbewerb verlieren könnten?

Michael Dieter: Ganz genau. Denken Sie nur an Öl- oder Gasheizungsanlagen, die zwar eine digitale Steuereinheit, aber keinen Internetzugang haben – und somit nie dazu gedacht waren, mit dem Smartphone bedient zu werden. Oder analoge Stromzähler, die seit Jahrzehnten ihren Dienst verrichten und regelmäßig von einem Menschen abgelesen werden müssen. Bis hin zu Industrierobotern in Fertigungsstraßen, die zwar noch wunderbar arbeiten und das Ende ihres Lebenszyklus noch lange nicht erreicht haben, aber nicht mit ihren neueren Maschinenkollegen kommunizieren können, die möglicherweise direkt daneben stehen.

DWW: Und was genau präsentieren Sie nun im Rahmen der Workshopreihe?

Michael Dieter: Wie Unternehmen mit IoT ihr Geschäftsmodell digitalisieren, ohne gleich ihren gesamten Maschinenpark austauschen zu müssen. Ich zeige einen Lösungsansatz, der alte Geräte und Maschinen smart macht, wenig kostet und schnell eingeführt ist; bis hin zu kompletten Maschinenparks, die sich unabhängig vom Alter der einzelnen Komponenten vernetzen lassen. Ein besonderes Augenmerk legen wir auch auf das Thema Security.

DWW: Der dritte QSC-Beitrag während der Workshopreihe behandelt das Thema Multi Cloud. Was dürfen wir von Ihrem Vortrag erwarten, Herr Sundermann?

Marc Sundermann: In meinem Redebeitrag möchte ich aufzeigen, wie sich Multi-Cloud-Szenarien im Unternehmensumfeld einfügen. Dazu nennen wir einige Beispiele und präsentieren Best Practices, die aufzeigen, für wen Multi-Cloud-Systeme wann und wie Sinn ergeben.

DWW: Welche sind das?

Marc Sundermann: Zum Beispiel, wie eine IT Architektur heutzutage state of the art und zudem wirtschaftlich sinnvoll abgebildet werden kann. Theoretisch können Unternehmen dafür alle möglichen Wege gehen und verschiedene Mixturen nutzen, von Plattformen wie Microsoft Azure, AWS oder der Pure Enterprise Cloud von der QSC  bis hin zum Betrieb im eigenen Rechenzentrum. Die Herausforderung ist nun, den richtigen Mix, sprich ein Multi-Cloud-Szenario zu entwickeln, welches den genauen Kundenanforderungen Rechnung trägt. Für den Kunden stellt sich ganz praktisch die Frage: ‚welche Systeme können bei welchen Hyper Scalern wie Amazon oder Microsoft Azure in den Cloud Betrieb kommen?‘

In einer bei SAP Kunden üblichen Dreisystem-Landschaft aus Entwicklung, Qualitätssicherung und Produktivsystem stellen wir die Frage: Ist es möglicherweise sinnvoll, einen oder mehrere Teile davon in die Cloud zu verlagern und nur die produktionsrelevanten Systeme On-Premises zu betreiben? Kunden entscheiden sich hier häufig mit weniger systemkritischen Systemen zu beginnen. Dies können dann zum Beispiel Schulungssysteme sein oder auch Systeme, die für umfangreiche Tests häufig temporär benötigt werden.

Und dann gibt es noch das Thema Innovation. Wo findet Innovation statt, wenn sich zunehmend und in hohem Tempo allesmögliche in die Cloud verlagert? Wir glauben, dass aktuell viele Unternehmen derartige Fragestellungen stark umtreiben.

DWW: Woran liegt das Ihrer Ansicht nach?

Marc Sundermann: Dafür gibt es unzählige Gründe. Global betrachtet muss man schlichtweg sagen: Der Trend in Richtung Cloud spitzt sich rasant zu. Immer mehr Unternehmen setzen auf die Cloud. Unter den Top 100 der größten Unternehmen der Welt setzen viele bereits seit einigen Jahren auf eine Cloud-First-Strategie und sind auf dem besten Weg, diese zu einer Cloud-Only-Strategie weiterzuentwickeln. Das heißt für den Kunden, dass mehr und mehr Innovationen und Unternehmenssoftware nur noch über die Cloud bezogen werden können

Doch zurück zur Frage aller Fragen: Gibt es die eine richtige Cloud für Unternehmen, die alles abdeckt? Das kann man wohl nur verneinen. Die Zukunft liegt in intelligenten Multi-Cloud-Umgebungen und auch im intelligenten Einsatz von Plattform as a Service bis zu Everything, also X-as-a-Service-Diensten. Gerade SAP hat mit der SAP Cloud Plattform eine zukunftsträchtige Plattform auf den Markt gebracht.

Mit diesen und weiteren Themen beschäftigen wir uns im Rahmen der Workshopreihe. Dabei geben wir Anwendern Deep Insights, wie man eine entsprechende Multi-Cloud-Struktur sauber und kosteneffektiv betreibt. Und legen einen zielgruppengemäßen Schwerpunkt auf SAP-Hybrid-Betrieb.

DWW: Meine Herren, vielen Dank für das Interview. Wir freuen uns auf die Event-Reihe und sind gespannt auf Ihre Redebeiträge!

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Meik Brand ist Branchenspezialist und Experte für alle Themen rund um SAP. Bei der QSC AG ist er in seiner Position als Business Development Manager SAP für die strategische Ausrichtung des SAP Geschäftsbereichs zuständig.

 

 

 

Marc Sundermann ist Experte für das Thema Multi Cloud und Cloud-Strategien und hat als IT-Architekt langjährige Erfahrung in der Planung und Umsetzung komplexer Cloud-Architekturen. Bei der QSC AG ist er in seiner Position als Head of Business Development für die strategische Ausrichtung des neuen Geschäftsbereichs Multi Cloud zuständig. Herr Sundermann lebt und arbeitet in Hamburg.

 

 

Michael Dieter arbeitet im Business Development der Q-loud GmbH, einer Tochterfirma von QSC, die Lösungen für die Digitalisierung des deutschen Mittelstands erstellt. Bevor der gebürtige Kölner zur QSC AG kam, machte er im Mobilfunkbereich in verschiedenen Konzernen Karriere. Zuletzt war er Vertriebsleiter bei der Motion TM Vertriebs GmbH, einer Onlinedistribution aus dem Kölner Südwesten.

 

 

 

Weitere Referenten

Christian Pereira ist Geschäftsführer der Q-loud, einem Tochterunternehmen der QSC AG. Die Q-loud bietet ein Full-Stack-Portfolio zur Realisierung smarter Produkte und digitaler Geschäftsmodelle für das Internet der Dinge. Herr Pereira ist studierter Maschinenbauer und Informationswissenschaftler und verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Telekommunikationsindustrie. Er war Mitgründer eines Beratungsunternehmens für die Deutsche-Telekom-Gruppe und eines SaaS-Unternehmens für die dtms AG.

 

Gerald Fehringer ist Experte für Compliance und Datensicherheitsthemen im Multi Cloud-Umfeld und hat als Consultant für den Network und Security Bereich langjährige Erfahrung in der strategischen Multi Cloud-Beratung zahlreicher Unternehmen. Bei der QSC AG ist er Leiter des Multi Cloud Consultings.

 

 

Alexander Schille arbeitet im Business Development Multi Cloud der QSC AG. Er verfügt über langjährige Erfahrungen im Service Management und im Betrieb von Kundensystemen. Herr Schille lebt und arbeitet in Dresden.

 

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