Schritt für Schritt ins Internet der Dinge
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Schritt für Schritt ins Internet der Dinge

Internet der Dinge, M2M, Industrie 4.0: Es kursieren viele Begriffe, die die digitale Transformation unserer Wirtschaft beschreiben – und bisweilen für Verwirrung sorgen. Welche Schritte den wirtschaftlichen Erfolg befördern, hängt von der individuellen Situation eines Unternehmens ab.

Ohne Digitalisierung kein Internet der Dinge: Daran ist nicht zu rütteln – jenseits aller kursierender Buzzwords rund um die digitale Transformation von Unternehmen und ihren Geschäftsmodellen. Für Unternehmen, die darüber nachdenken, ins Internet der Dinge einzusteigen, heißt das: Läuft die Informationsverarbeitung bislang noch hauptsächlich analog, empfiehlt es sich, zuerst an einer digitalen Infrastruktur zu arbeiten – in möglichst kleinen, überschaubaren Einzelschritten. Ein Großhändler etwa, der die Auslieferung seiner Waren noch auf einem Klemmbrett festhält, sollte nicht sofort alle Fahrer, alle Fahrzeuge und die Lagerverwaltung vernetzen. Als ersten Schritt empfiehlt es sich, die Informationseingabe und -verarbeitung zu digitalisieren. So verzettelt sich das Unternehmen nicht und behält die Investitionskosten im Blick.

Ein Schritt nach dem anderen

Das gilt insbesondere für Industrieunternehmen, die schon von der sich selbst organisierenden Fabrik träumen. Hier empfiehlt es sich mit der Vernetzung von Maschinen und Anlagen zu beginnen und darauf Anwendungen wie die vorausschauende Wartung aufzubauen. Der unmittelbare Effekt: Weil Maschinen dadurch seltener ungeplant ausfallen, sinken die Reparaturkosten und die Produktivität steigt.

Kurz: Statt auf einen Schlag alles Bewährte zu verändern, kann eine sukzessive Anpassung erfolgen. Wer realistische, an das eigene Geschäftsmodell angepasste Ziele definiert und verfolgt, hat bessere Chancen auf einen reibungslosen Einstieg ins Internet der Dinge.

Anpassung der Unternehmensstrategie

Unternehmen, die sich für den Schritt ins Internet der Dinge entschieden haben und vernetzte Produkte oder Dienstleistungen anbieten wollen, müssen sich bewusst sein, dass davon zahlreiche interne Vorgänge beeinflusst sind:

  • Konzeption: Vernetzte Produkte benötigen ganz neue Konzeptionsprinzipien. Traditionelle Fertigungsbetriebe müssen hierfür etwa noch Kompetenzen in der Softwareentwicklung aufbauen. Auch die Prozesse in der Produktenwicklung verändern sich: So dauert etwa die Konzeption eines physischen Produkts vielfach länger als die der darin verbauten Software.
  • Kundendienst: Einer der größten Vorteile im Internet der Dinge ist die ferngesteuerte und vorbeugende Wartung vernetzter Maschinen und Produkte. Dafür müssen Unternehmen jedoch Datenerhebung und -auswertung neu strukturieren sowie neue Reparatur- und Serviceprozesse anstoßen.
  • Personal: Um intelligente Produkte zu entwickeln und zu warten, benötigen die meisten Unternehmen Mitarbeiter mit entsprechendem Digital-Know-how. Die sind derzeit stark gesucht – was viele HR-Abteilungen vor große Herausforderungen stellt.
  • Sicherheit: Daten auf dem Weg von und zu den Produkten zuverlässig zu schützen, ist eine Kernvoraussetzung, um vernetzte Produkte für Kunden attraktiv zu machen.
  • Infrastruktur: Vernetzte Geräte erzeugen eine Menge Daten. Um diese optimal für den Geschäftserfolg zu nutzen, müssen sie schnell verarbeitet werden. Dafür wird eine leistungsfähige und zuverlässige IT-Infrastruktur benötigt.

Viele Aufgaben also, die oft gleichzeitig angepackt und erledigt werden müssen. Unternehmen sollten deshalb auf dem Weg ins Internet der Dinge Unterstützung suchen. Ob für eine umfassende Digitalisierungsstrategie, für die Einführung neuer Anwendung oder als Unterstützung in der IT – Dienstleister können zu wertvollen Helfern werden.

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