Unternehmen stecken mehr Geld in Big Data und Analytics
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Unternehmen stecken mehr Geld in Big Data und Analytics

Um ihre digitale Transformation voranzutreiben, wollen Unternehmen gezielt investieren. Big Data und Analytics zählen dabei zu den Top-Prioritäten, so eine Umfrage des Softwareunternehmens IFS. Allerdings klagt rund ein Drittel der Befragten über den Mangel an geeigneten Fachkräften.

Weltweit wächst die Bereitschaft von Unternehmen, in die Digitalisierung ihres Geschäfts zu investieren. Das zeigt die im Auftrag des Erlanger Softwareunternehmens IFS durchgeführte Studie „Digital Change“. Befragt wurden 750 Entscheider in Deutschland und 15 weiteren Industrieländern, um den aktuellen Stand der Digitalisierung und die digitale Reife von Unternehmen zu ermitteln. Rund 90 Prozent der Unternehmen geben an, ihre Investitionen in die digitale Transformation des eigenen Betriebs seien „angemessen“ beziehungsweise „förderlich“. In Deutschland sind es mit 93 Prozent sogar noch etwas mehr als im Durchschnitt.

Disruptive Technologie mit hohem Potenzial

Ganz oben auf der Agenda für Investitionen stehen Big Data und Analytics sowie das Internet der Dinge (IoT) und ERP (Enterprise Resource Planning). Während Big Data weltweit 47 Prozent der Nennungen erhält (Deutschland: 52 Prozent), kommt ERP auf 38 Prozent (Deutschland: 46 Prozent) und IoT auf 36 Prozent (Deutschland: 25 Prozent). Zudem stufen die Teilnehmer der Umfrage Big Data als eine der am meisten disruptiven Technologien ein: Auf einer Skala von eins bis zehn ergibt sich ein Durchschnittswert von 7,2 für Big Data – ein ähnlich hohes disruptives Potenzial trauen die Befragten der Automation (7,0) und IoT (6,6) zu.

Unter den Investitionsschwerpunkten folgen nach Big Data, ERP und IoT Themen wie Software as a Service (SaaS), Künstliche Intelligenz (KI), Infrastructure as a Service, mobile Anwendungen sowie Robotik & Automation. Keine bemerkenswerte Rolle spielen laut Digital-Change-Studie Drohnen, Augmented und Virtual Reality (AR/VR) sowie 3D-Druck, die allesamt – weltweit und in Deutschland – auf weniger als zehn Prozent der Nennungen kommen.

Es fehlen Fachkräfte zur digitalen Reife

Kopfzerbrechen bereitet rund einem Drittel aller Befragten der Mangel an qualifiziertem Personal. Weltweit fühlen sich 34 Prozent der Unternehmen wegen dieses Defizits entweder „etwas“ oder „völlig“ unvorbereitet, die digitale Transformation erfolgreich umzusetzen. In Deutschland sind es mit 35 Prozent noch etwas mehr. Den größten Mangel an qualifiziertem Personal verzeichnen die Unternehmen auf den Gebieten Business Intelligence (40 Prozent), Cyber Security (39 Prozent), künstliche Intelligenz und Robotik (30 Prozent), Big Data & Analytics (24 Prozent) sowie Cloud Computing (21 Prozent). Als größte Hindernisse auf dem Weg zur Digitalisierung stufen Unternehmen weltweit die Aversion von Mitarbeitern gegen Veränderungen (42 Prozent), Sicherheitsbedenken (39 Prozent) sowie fehlende Organisations- und Führungsmodelle (38 Prozent) ein.

Um den Status quo der digitalen Transformation zu ermitteln, wurden die Studienteilnehmer auch gebeten, die digitale Reife ihres Unternehmens auf einer Skala von eins bis fünf einzustufen. Weltweit sehen sich 31 Prozent, in Deutschland 33 Prozent der Unternehmen auf den beiden höchsten Stufen dieser Skala.

Hauptziel: Mehr Effizienz durch Digitalisierung

Auf die Frage nach den Haupttreibern der Digitalisierung nannte sowohl weltweit (43 Prozent) als auch in Deutschland (42 Prozent) die Mehrheit der befragten Unternehmen Effizienzverbesserungen bei den internen Prozessen. Unterschiede zeigen sich bei den Ergebnissen auf den Plätzen zwei und drei: Während sich weltweit 29 Prozent der Unternehmen von der Digitalisierung eine Beschleunigung von Innovationen und 28 Prozent Wachstumschancen in neuen Märkten versprechen, sind es in Deutschland 23 beziehungsweise 21 Prozent. Hierzulande stehen Kostenersparnisse (33 Prozent) und Produktivitätssteigerungen (31 Prozent) stärker im Fokus.

Unsere Studie zeigt, dass Unternehmen weltweit die Dringlichkeit der Digitalisierung bewusst ist“, meint Antony Bourne, Vice President Global Industry Solutions bei IFS. „Technologien wie Big Data, Enterprise Resource Planning und das Internet of Things spielen dabei eine wichtige Rolle. Unternehmen müssen diese Technologien aber mit ihrer Branchenexpertise kombinieren, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Erst durch diese Kombination kann die digitale Transformation ihre volle Stärke entfalten.“

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