Windows-10-Update: Mehr Sicherheit für Unternehmen
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Windows-10-Update: Mehr Sicherheit für Unternehmen

Mit dem für Herbst 2017 angekündigten „Fall Creators Update" für Windows 10 verspricht Microsoft Verbesserungen beim Datenschutz. Bereits seit dem 12. September können Unternehmen neue Sicherheitsfeatures bei Firmenhandys mit Windows 10 Mobile nutzen.

Microsoft Windows ist weltweit immer noch das beliebteste Betriebssystem: So verwendeten im Juli 2017 laut StatCounter etwa 35 Prozent der Internetnutzer Windows 7 und 28 Prozent Windows 10. In Deutschland hat die Nachfolgeversion inzwischen sogar die Nase vorn, was auch an der kostenlosen Updatemöglichkeit liegt. Vor allem der Mittelstand hat dieses Angebot eifrig genutzt, was laut einer Umfrage von Techconsult auch an den hohen Sicherheitsstandards von Windows 10 lag. Jetzt hat Microsoft für den 17. Oktober 2017 ein Update angekündigt, das die Datenschutzfunktionen des Betriebssystems noch erweitert.

Microsoft will – nach eigenen Angaben auf Kundenwunsch – Unternehmen eine größere Kontrolle darüber geben, welche Telemetrie-Daten der Anbieter erhebt. In der nächsten Version von Windows 10 soll es eine Möglichkeit für IT-Administratoren in Unternehmen geben, die Erhebung von Diagnosedaten in den Einstellungen auf ein Minimum zu reduzieren. Diese umfangreichen Daten, die das System bislang automatisch an Microsoft schickt – etwa Geräte- und Verbindungsdaten, Informationen zur Produkt- und Servicenutzung oder Daten zu Suchen, Medien und Einkäufen – nutzt der Softwarehersteller für das Analysetool Windows Analytics.

Bessere Kontrolle über App-Berechtigungen

Außerdem erhält der Nutzer mit dem Update mehr Kontrolle über die Zugriffsrechte seiner Anwendungen. Bislang gab es lediglich eine Abfrage, wenn eine Windows-10-App auf die Standortdaten eines Geräts zugreifen wollte. Künftig wird der Nutzer auch vor Zugriffen auf Kalender, Adressbuch, Kamera und Mikrofon gefragt. Diese Neuerung gilt allerdings nur für Programme, die nach dem Update installiert werden. Bei aktuell laufenden Apps hat der Nutzer immerhin die Möglichkeit, die Zugriffsrechte nachträglich in den Datenschutzeinstellungen von Windows 10 zu bestimmen.

Apropos Datenschutz: Das Betriebssystem zeigt künftig bereits bei der Installation die Datenschutzerklärungen an. Und bei der Geräteeinrichtung können Nutzer nach dem Update über eine neue Infoseite direkt zur individuellen Konfiguration der Kategorien „Position“, „Spracherkennung“, „Diagnose“, „Individuelle Benutzererfahrung mit Diagnosedaten“ und „Werbung“ springen. Das soll die umständliche Suche in der Datenschutzerklärung überflüssig machen.

Neue Features für Windows 10 Mobile

Für Unternehmen, die Firmenhandys mit Windows 10 Mobile an ihre Mitarbeiter ausgegeben haben, gibt es seit dem 12. September 2017 ebenfalls Neuerungen. Dank einer neuen Mobile Device Management Policy des mobilen Betriebssystems können IT-Administratoren in Unternehmen eine zweite Sicherheitsstufe installieren: die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Jetzt muss ein Nutzer, sofern der Administrator diese Funktion aktiviert hat, nach der Eingabe einer numerischen PIN einen zweiten Schritt vornehmen, um das Smartphone zu entsperren. Microsoft nennt hier als Beispiel die Nutzung eines sogenannten Companion Devices. Das kann ein Firmenausweis mit NFC-Tag, ein USB-Stick oder auch ein Fitnessarmband sein, das per Bluetooth vom Smartphone identifiziert wird. Diese Form des Entsperrens ist auch bei Windows-10-Computern möglich.

Verbesserungen beim AppLocker und der VPN-Nutzung

Außerdem hat Microsoft nach Kundenfeedback den sogenannten AppLocker überarbeitet. Nun sollen Apps deutlicher als bisher anzeigen, wenn sie aufgrund von Unternehmensrichtlinien für den Nutzer gesperrt sind. Auch die Zuverlässigkeit bei der VPN-Nutzung mit Windows 10 Mobile hat Microsoft verbessert. Bei Wechsel vom und in den Standby-Modus sollen jetzt alle Aktionen sicher beendet bzw. wiederhergestellt werden. Während einer VPN-Verbindung ist nun zudem die Nutzung von MMS möglich.

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